Das Konzept


Wie im Einführungsvideo von Dr. Eric Cobb (im Bild rechts), dem Gründer von Zhealth Performance Solutions, dargelegt, erhält unser Gehirn jeden Tag unzählige Informationen aus den verschiedenen Systemen des Körpers. Es erhält zum Einen propriozeptive Informationen, d.h. aus Rezeptoren, die sich in der Haut, in den Muskeln oder im Bandapparat der Gelenke befinden. Hinzu kommen die Informationen, die unser Gehirn von den Augen erhält und schließlich die Informationen aus den Gleichgewichtssystemen. All diese Informationen erhält unser Gehirn zeitgleich, denn all diese Systeme sind stets aktiv. Nun hat unser Gehirn die Aufgabe, die Informationen aus den einzelnen Systemen zu interpretieren und abzugleichen. Eine sehr sehr komplexe Aufgabe! Unser Gehirn bekommt also sehr viele Reize. Und nun?

Aufgrund der Verarbeitung dieser Reize produziert es etwas. Und zwar Bewegung! Bewegung ist sozusagen das Resultat der Informationsverarbeitung unseres Gehirns. So ist es auch logisch, dass die Qualität der Bewegung von der Qualität der Informationen, die unser Gehirn erhält, abhängt. 

Als Beispiel: Schließen Sie die Augen, strecken Sie die Hand mit eng geschlossenen Fingern aus und lassen Sie von jemanden einen Finger antippen und bewegen Sie daraufhin genau diesen Finger. Haben Sie vielleicht den falschen Finger bewegt? Kann vorkommen. Ihr Hirn hatte also keine genaue Information, was es da gefühlt hat. Also kann es auch keine konsequente Bewegung ausführen.

Sehr viel mehr Informationen als aus Haut, Muskeln, Bändern etc. bekommt unser Gehirn jedoch von den Augen und aus den Gleichgewichtssystemen. Wirklich sehr viel mehr! Nun ist die Sache mit dem Gleichgewicht leider nicht so einfach wie man denkt. 

Das Gleichgewichtsorgan befindet sich im Innenohr, als im Kopf. Soweit so gut. Vielleicht ein kleiner hilfreicher Vergleich vorab. Welches Gelenk sollte man bewegen, wenn man die Muskulatur kräftigen will, die das Knie bewegt? Das Knie natürlich!

Also welches Körperteil sollte man dann bewegen, wenn man das Gleichgewichtsorgan trainieren will? Zur Erinnerung: es liegt im Kopf...Natürlich den Kopf! Also wenn Sie abends beim Zähneputzen auf einem Bein stehen, ist das leider noch kein Gleichgewichtstraining. Bei Drehungen, bei horizontalen Beschleunigungen (Laufen, Seitgalopp) und vertikalen Beschleunigungen (Sprünge) ist unser Gleichgewichtssystem hochaktiv. Und auch hier kann es dazu kommen, dass die Qualität der Informationen aus einzelnen oder mehreren Teilen des Systems unzureichend ist. Vielleicht können Sie sich ja geschmeidiger nach links als nach rechts drehen. Probieren Sie es einfach mal aus!

Auch Sehen ist komplexer als man denkt. Einfach nur scharf zu sehen reicht leider nicht aus. Es gibt wiederum zahlreiche visuelle Fähigkeiten, die hochqualitativ beherrscht werden sollten. Können meine Augen über verschiedene Entfernungen ein Objekt stabil fokussieren? Können sie einem Objekt durchgängig folgen, ohne dass sich der Kopf bewegt? Arbeiten die Augen überhaupt jederzeit zusammen? All dies ist wiederum für unser Gehirn entscheidend, wenn es Bewegung produzieren will.

 

Defizite in den verschiedenen Systemen des Körpers können auf unterschiedliche Weise zustande kommen. Durch Verletzungen oder Gehirnerschütterungen oder einfach durch einseitigen Gebrauch oder Nichtgebrauch (bzw. zu wenig). 

 

Defizite aufzudecken und beseitigen mit Neuroathletik!

 

Sich besser bewegen und sich besser fühlen mit Neuroathletik!